26.1.2016 Maria Veen. „Geregelte Arbeit ist der Weg, um sein Leben einigermaßen selbstständig und eigenverantwortlich zu gestalten", sagt Christoph Hartkamp (58). Mit seinem Kollegen Berthold Nienhaus (56) will er in dem Modellprojekt „Chance Zukunft" junge Langzeitarbeitslose zwischen 18 und 30 Jahren erreichen und in den ersten Arbeitsmarkt vermitteln.

Im vergangenen September startete das Projekt im Berufsbildungswerk Maria Veen mit finanzieller Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen und des Europäischen Sozialfonds in Zusammenarbeit mit den Jobcentern Borken und Coesfeld.
„Chance Zukunft" ist ein Angebot für arbeitslose Jugendliche und junge Erwachsene. Im Mittelpunkt dieses Angebotes stehen die Persönlichkeit und die individuellen Voraussetzungen eines jeden Teilnehmers. Jeder Klient bekommt die Möglichkeit, sich intensiv mit sich und seiner Lebenswelt auseinanderzusetzen und erhält dabei individuelle Unterstützung. Fehlende Schulabschlüsse, schwere familiäre Probleme, Verschuldungen, frühe Elternschaften, Rauschmittelmissbrauch – Hartkamp und Nienhaus sind in ihrem Job auf den Schattenseiten der Gesellschaft unterwegs, treffen auf junge Menschen mit vielfältigen Schwierigkeiten. Allen gemeinsam ist, dass sie den Weg ins „normale Arbeitsleben" aus eigenem Antrieb nicht schaffen und von vorhandenen Bildungs- und Qualifizierungsangeboten nicht erreicht worden sind.
Aufsuchende Sozialarbeit und Methoden des Case-Managements sollen dabei helfen, mit den jungen Langzeitarbeitslosen langfristige persönliche und berufliche Perspektiven zu entwickeln. Ziel ist es, sie in den ersten Arbeitsmarkt zu vermitteln.
„Unsere Klienten bestimmen das Tempo", sind sich Berthold Nienhaus und Christoph Hartkamp bewusst, dass das Begleiten und Führen der jungen Leute neben eigener fachlicher Kompetenz vor allen Dingen viel Geduld und einen langen Atem erfordert. Um bei allen Schwierigkeiten der Klienten selbst einen klaren Kopf zu behalten, ist für die beiden Projektarbeiter ein guter Ausgleich nach Feierabend wichtig. Beim Klettern, Wandern, Gartenarbeit oder Treffen mit Familie und Freunden könne man gut abschalten, finden sie.
Das BBW Maria Veen führt das Modellprojekt mit insgesamt zehn Plätzen durch. Diese sind gefragt und ausgebucht, es gibt bereits eine Warteliste.
Kontakt: Norbert Rohlf, Tel. 02864-889-221, Mail: n.rohlf(at)benediktushof.de
Weitere Informationen gibt es auch unter: https://www.esf.nrw.de, https://www.arbeit.nrw.de und unter: ec.europa.eu

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