Sparen lohnt sich- immer

13.10.2016 Reken (pd). Bei der Sparkasse Westmünsterland finden die Jugendspartage vom 26. bis 28. Oktober statt. Jedes Kind bekommt als Belohnung für fleißiges Sparen eine Überraschung. In diesem Jahr stehen die kuschelige Schildkröte Esmeralda, Baufahrzeuge, Bild auf Leinwand zum Ausmalen, die Brotbox der Stadtindianer und eine LED-Leuchte zur Auswahl.

Die Mitglieder des Knax-Klubs nehmen dann automatisch an einer Sonderverlosung teil. Mit etwas Glück können sich die Gewinner über Rucksäcke freuen. Auf den Besuch der jungen Sparer freuen sich die Jugendmarktbetreuer (v. r.). Elke Döking, Kersten Bollenberg (beide Geschäftsstelle Groß Reken), Anne Sarau (Geschäftsstelle Bahnhof Reken) und Ninett Voigt (Geschäftsstelle Maria Veen).


Vor 92 Jahren – im Oktober 1924 – haben die Sparkassen den Weltspartag ins Leben gerufen. Er hat eine ganz einfache Botschaft: Auch mit kleinen Beträgen lässt sich über die Jahre ein ordentliches Kapital aufbauen. Viele dürften sich an das Klappern der Münzen erinnern, als sie selbst ihre Spardose zum Weltspartag haben leeren lassen. Vor allem Kinder und Jugendliche sollen mit diesem besonderen Tag an den Umgang mit Geld und das Sparen herangeführt werden. Dabei ist das „Sparen die goldene Mitte zwischen Geiz und Verschwendung" – so hat es einmal der erste Bundespräsident, Theodor Heuss, formuliert.
Während bei Kindern die Spardosen hoch im Kurs stehen, hat die Sparkasse den Weltspartag für Erwachsene modern interpretiert: Mit dem Klicksparen in der Banking-App. Mit einem Fingertippen lassen sich zuvor festgelegte Beträge einfach sparen. Hintergrundinformationen zur Geldanlage „im Zinstief“ gibt es online unter https://s.de/jao, eine Checkliste zum Jahresende unter https://s.de/eh4.

Geschichte des Weltspartags
Deutschland im Jahr 1924: Das Ende des Ersten Weltkriegs lag noch nicht lange zurück, die Ära der „Goldenen Zwanziger“ hatte noch nicht recht begonnen. Das Land war nach dem Krieg von tiefreichenden gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Erschütterungen geprägt. Die Inflation, die im Deutschen Reich das Kapitalvermögen fast vollständig vernichtet hatte, war gerade erst durch die Einführung der Rentenmark (1923) beendet worden. Dem Schock der Geldentwertung folgte ein immenser Vertrauensverlust.
In diese Zeit fiel die Jubiläumsfeier zum hundertjährigen Bestehen der Sparkasse der lombardischen Provinzen in Mailand, die zugleich den Rahmen für den 1. Internationalen Sparkassenkongress bildete. Über 350 Vertreter von Sparkassen aus 28 Ländern verabschiedeten eine Resolution, die den 31. Oktober, den Schlusstag des Kongresses, zum „Weltfeiertag der Sparkassen“ erhob. Der Kongress machte mit dem „Weltspartag“ Nägel mit Köpfen, um der Bevölkerung wieder zu vermitteln, dass gespartes Geld finanzielle Sicherheit schafft und zu einem höheren Lebensstandard beitragen kann. Mit Rücksicht auf den Reformationstag findet in Deutschland der Weltspartag seit 1928 am 30. Oktober bzw. am letzten Bankarbeitstag im Oktober statt.

Persönliche Wünsche erfüllen
Nach dem zweiten Weltkrieg und der Währungsreform kehrte mit dem Wirtschaftswunder in der Bundesrepublik Deutschland der Fünfziger und Sechziger Jahre neues Vertrauen in das Sparen zurück. Die Erfüllung privater Konsumwünsche rückte in den Vordergrund. Der Weltspartag ist in den 92 Jahren seines Bestehens seiner Bestimmung treu geblieben. Er dient nach wie vor als Impuls für eine systematische Vermögensplanung, um selbstgesetzte finanzielle Ziele zu erreichen.

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