11.2.2015 Maria Veen (pd). Neun Mitglieder der Knappenkameradschaft Maria Veen-Hülsten und des Schalke Fan Clubs Fantastic Blue Reken fuhren zu einer Grubenbesichtigung zur Zeche RAG Anthrazit Ibbenbüren.

 

Im Tecklenburger Land betreibt die RAG Anthrazit Ibbenbüren GmbH das nördlichste Steinkohlenbergwerk Deutschlands. Knapp 2.200 Mitarbeiter fördern im Jahr etwa 1,9 Millionen Tonnen hochwertige Anthrazitkohle. Rund 1.300 Meter unter dem Erdboden bauen die „Kumpel" pro Mann und Schicht fast sieben Tonnen Steinkohle ab. Mit einer Tiefe (in der Bergsprache: Teufe) von etwa 1.600 Metern ist der Nordschacht einer der tiefsten Schächte Europas.
Eingesetzt wird die Ibbenbürener Anthrazit-Nusskohle seit langem als hochwertiger Brennstoff im Wärmemarkt, beispielsweise in Heizwerken oder Zentralheizungen. Auch die Kalk-, Chemie- und Stahlindustrie stellt eine wichtige Abnehmergruppe dar. Hauptabnehmer der Steinkohle ist aber das unmittelbar neben dem Bergwerk gelegene 840 MW Steinkohlenkraftwerk.


















Nach der Begrüßung und dem Umziehen wurde die Truppe   zum Nordschacht gefahren, wo die Besucher in der Handhabung des Fluchtfilters und einigen Sicherheitsregeln unterwiesen wurden.
Nach vie Kilometer Fußmarsch kamen alle Teilnehmer mit ihren zwei Aufsichtspersonen im Revier 102 an, wo wir ca. 50 mtr. in einen 0,80 mtr. hohen Streb hinein konnten. Dort konnten die zechenbeuscher fats hautnah miterleben, wie der Kohlehobel die 30 Millionen alte Kohle abräumte und aufs Förderband warf.
Auf dem Rückweg zum Schacht durften wir eine kurze Strecke auf dem Förderband mitfahren.

Der Korb brachte die Gruppe mit 8mtr./sec. wieder ans Tageslicht. Anschließend gab es noch einen kleinen Imbiß und Diskussion über das Erlebte. Alle waren sich einig,das es ein gelungener Tag war und man vor der Schließung 2018 noch einmal eine Grubenfahrt unternehmen sollte.
Nach dem Duschen und Umziehen ging es dann wieder im Kleinbus nach Maria Veen zurück.