Johannes Alings - 22 Jahre Schulleiter am Gymnasium

04.07.2018 Maria Veen (bli). 22 Jahre lang war Johannes Alings Schulleiter des Gymnasiums der Mariannhiller Missionare in Maria Veen. Am kommenden Montag wird er offiziell verabschiedet.

Bereits als Internatsschüler besuchte der gebürtige Bottroper das Gymnasium der Mariannhiller Missionare. Er gehörte im Jahr 1972 zu den ersten fünfzehn Abiturienten an dieser Schule. Nach seinem Lehramtsstudium mit den Schwerpunkten Deutsch, Geschichte und Pädagogik an der Westfälischen Wilhelms Universität in Münster, unterrichtete er 14 Jahre lang die Kinder und Jugendlichen am Gymnasium Mariengarden in Burlo.

1996 übernahm er die Position des Schulleiters am Maria Veener Gymnasium. Damals löste er Pater Klaus Schneele ab. In seiner 22-jährigen Amtszeit hat Johannes Alings viel erlebt. Die Zahl der Schüler stieg stetig an und errichte in den folgenden Schuljahren mit rund 950 Jungen und Mädchen seinen Höhepunkt. Aufgrund des demographischen Wandels gingen die Anmeldungen wieder zurück, sodass heute rund 610 Schüler das Gymnasium besuchen. Im kommenden Schuljahr werden 97 Grundschüler nach Maria Veener wechseln (siehe Bericht vom 03.07.2018). Sehr einschneidend für den schulischen Ablauf, so erinnerte sich Johannes Alings, erwies sich der Wechsel vom G9- auf das G8-Modell. „Wir hatten keine Wahl und mussten die Richtlinien in kurzer Zeit anpassen.“ Weiterhin berichtete er, dass vor vier Jahren die Unterrichtszeit von 45 auf 60 Minuten umgestellt sowie zusätzlicher Förderunterricht eingeführt wurde, um den Kindern und Jugendlichen optimales Lernen zu gewährleisten. Als Schulleiter sorgte er dafür, dass der Kontakt zu den Grundschulen ausgebaut wird. Die Kinder werden mit einem Bus abgeholt und erleben dann am Gymnasium einen naturwissenschaftlichen Vormittag mit verschiedenen Experimenten, der mit einem Mittagessen in der Schule abschließt. Ebenso trägt der Schnuppertag dazu bei, das Gymnasium attraktiver zu gestalten. An diesem Tag präsentieren Schüler ihr Gymnasium interessierten Schulwechslern.

Johannes Alings hat ebenso dazu beigetragen, dass die Bücherei, die heute 13.000 Werke umfasst, ausgebaut wurde und die Digitalisierung der Schule, sowie der einzelnen Klassen durch Landesmittel vorangetrieben wird. Zu seinem letzten Projekt gehört der Schulgarten, der sich noch in der Bauphase befindet.

Besonders in Erinnerung geblieben sind ihm neben den Schulfesten im September und den vielen Abiturfeiern insbesondere die 50-Jahr-Feier des Gymnasiums im Schuljahr 2007/2008 und die Seligsprechung von Pater Engelmar-Unzeitig in Würzburg.

Johannes Alings freut sich bereits auf seine Pensionierung, wenn er wieder mehr Zeit für seine Frau, Kinder, Geschwister und Eltern hat. Am 31. Juli 2018 endete seine Amtszeit. Dann erfolgt die Übergabe an seine Nachfolgerin Sigrid Kliem. 22 Jahre lang hat er täglich 10 Stunden gearbeitet und auch am Wochenende musste er häufig vor Ort sein. Er möchte gerne gemeinsam mit seiner Frau reisen und was sehen von der Welt. Auch seinen beiden Kindern, die in Augsburg und Maastricht leben, wird er mit handwerklichen Geschick helfend zur Seite stehen. Krimis, Thriller und Literatur gehören zukünftig zu seiner Entspannungslektüre. Und um fitter zu werden, plant er, wieder häufiger Fahrrad zu fahren.

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