Informationsabend der Initiativgruppe "Menschen für Reken"

30.08.2017 Groß Reken (bli). Die Initiativgruppe „Menschen für Reken“ (MfR) hatte zu einem Informationsabend im Pfarrheim St. Heinrich in Groß Reken eingeladen. Viele Gruppenmitglieder und Interessenten waren am letzten Dienstag gekommen. Albert Paus leitete die Veranstaltung und suchte dabei aber immer wieder den Dialog mit den anwesenden Gästen.

MfR kann mittlerweile auf zwei Jahre ehrenamtliche Hilfe für Menschen, die sich in ihrer aktuellen Lebenssituation nicht zurechtfinden, zurückblicken. Hierzu gehört insbesondere das Engagement für Flüchtlinge.
Das erste Thema handelte von der aktuellen Flüchtlingssituation in Reken. Verteilt auf mehrere Häuser, die von der Gemeinde Reken in allen fünf Ortsteilen zur Verfügung gestellt werden, wohnen 40 – 60 Mensch ausländischer Herkunft. Einige konnte MfR in den Arbeitsmarkt integrieren. Bruns Metallbau in Maria Veen, Looks Bauunternehmen, Yaskar Automobile in Borken und Spar- und Darlehnskasse in Reken haben einige als Auszubildender, Praktikant, Angestellter oder zur Erlangung der Einstiegsqualifikation eingestellt.


Albert Paus ging noch mal intensiver auf das Thema der Wohnsituation in Reken ein. Dabei wurde festgestellt, dass viele, nach dem sie als Asylant in Deutschland anerkannt sind, wieder wegziehen. Der Wohnraum von der Gemeinde dient vorwiegend als Erstunterkunft. Nach der Anerkennung suchen die Leute Wohnungen auf dem freien Markt. Nur in Reken gibt es zu wenig Mietobjekte und einige Mieter scheuen häufig davor zurück Asylanten aufzunehmen. Um hier unterstützend tätig zu werden, wurde angeregt, diese Problematik durch persönlichen Kontakt und Beziehungen anzugehen.
Als nächstes Thema wurde der Deutschunterricht angesprochen. Sowohl die Gemeinde Reken, als auch der Kreis Bildungsträger finanzieren die Kurse. Zur Zeit kommen rund 10 Asylbewerber zum Unterricht, der vorwiegend grundlegende Deutschkenntnisse vermittelt. Danach übernimmt das „Bundesamt für Migration und Flüchtlinge“ die Weiterbildung.
Weiterhin wurde der Einzelfall eines Albaners besprochen, der trotz gelungener Integration – unbefristeter Arbeitsvertrag, auf dem Weg zu finanzieller Unabhängigkeit – wieder ausgewiesen wurde.
MfR wies darauf hin, das gespendete Möbel jetzt in einem Gewächshaus vom Haus Maria Veen trocken gelagert werden können.
Durch ehrenamtliche Initiative von Privatleuten und verschiedener Vereine, wie dem Soroptimisten Club, wird den Menschen die Integration erleichtert, sei es bei der Hilfe für bürokratische Probleme oder durch gemeinschaftliche Aktionen. Hierzu bietet Christhild Schmedding vom Soroptimisten-Club Reken-Lembeck regelmäßig stattfindende „interkulturelle Treffen“ für Frauen und Kinder an. MfR hatte in das „Café der Kulturen“ eingeladen, das sowohl im Pfarrheim St. Elisabeth, im Gemeindezentrum der evangelischen Kirche als auch im Benediktushof in Maria Veen stattfand. Im Rahmen der Informationsveranstaltung wurden Vorschläge entgegengenommen, wie man dieses Treffen gestalten könnte. Zukünftig wird die Veranstaltung im Pfarrheim St. Heinrich stattfinden.

Albert Paus regte an, als Gruppe beim 24-Stundenlauf am 8. September für einen karitativen Zweck teilzunehmen.
Zum Abschluss der Informationsveranstaltung wurde nochmal kurz auf die Streitsituation zwischen MfR und der Gemeinde Reken eingegangen.
Die Initiativgruppe „Menschen für Reken“ trifft sich vormittags und nachmittags im Wechsel jede Woche am Dienstag im Pfarrheim St. Heinrich.
Weitere Informationen gibt es unter: www.menschen-fuer-reken.org

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