Die aktuelle Flüchtlingssituation in Reken

Leserbrief
Wir schaffen das, auch in Reken!

21.09.2017 Reken (pd). Die aktuelle Flüchtlingssituation in Reken im September 2017 stellt sich nach unserem Kenntnisstand folgendermaßen dar. In allen 5 Ortsteilen der Gemeinde Reken stehen Häuser zur Verfügung, die zurzeit von ca. 60 Menschen ausländischer Herkunft bewohnt werden. Weitere Zuweisungen sind uns zurzeit nicht bekannt.


Wir finden es besonders erwähnenswert, dass auch die Spadaka Reken – wie auch andere Unternehmer der Region – einem Asylbewerber zur Erlangung der Einstiegsqualifikation zum Kaufmann für Büromanagement und somit eventuell zu einer Integration in unserer Gesellschaft verhelfen möchte. Erwähnenswert ist ferner, dass die Firma Bruns Metallbau in Maria-Veen seit dem 1. August einen Asylbewerber ausbildet, dass der Bauunternehmer Bernd Looks in Hülsten seit März des Jahres einen Asylbewerber aus Nigeria zum Maurer ausbildet, dass die Firma Yaskar-Automobile in Borken seit dem 1. August auch einen Asylbewerber aus Reken ausbildet. Einige Asylbewerber arbeiten auch in der hiesigen Gastronomie. Für weitere Geflüchtete sollen die gegenwärtigen Praktika im neuen Jahr zur Ausbildung führen. Dies sind nur einige uns bekannte Beispiele, dass wir das Problem „Flüchtlinge und Asylbewerber in Reken“ bewältigen wollen und können.
Die vorher genannten Aktivitäten in Reken begrüßen wir sehr. Sie zeigen, dass es für die immer wieder geäußerten Ängste und Sorgen im Zusammenhang mit der Integration von Asylbewerbern in unserer Gesellschaft in Reken keinen Anlass gibt .Wir sind der Meinung, dass wir das stemmen können, wenn wir das politisch weiterhin nur wollen. Denn Integration von Flüchtlingen war und ist noch nie einfach gewesen. Dies hat in der Nachkriegszeit unsere Generation - Jahrgang 1946 bzw. 1949 - nach dem Ende des Nationalsozialismus und mit der „Gnade der späten Geburt“ auch miterlebt und auch geschafft.
Da wir alle am kommenden Sonntag wieder die Wahl zwischen unterschiedlichen Parteien haben, möchten wir hiermit nicht nur zum Wahlgang aufrufen, sondern auch darauf verweisen, dass wir  in unserem Leben bisher nationalsozialistisches Gedankengut in Reken aus der jüngeren Rekener Geschichte von 1933 bis 1945 in Berichten nachlesen konnten. Wir würden es sehr begrüßen, wenn bei der Bekanntgabe  der Rekener Wahlergebnisse eben dieses Gedankengut Geschichte bleibt und keinen Grund zum Jubeln hat.
Bericht erstellt von:
Hans Kuhrmann, Buchenstr.13, 48734 Reken
Alfred Schemmer, Liekstegge 12, 48734 Reken